Online Reihe: Die Vereinnahmung der Natur – Zwischen Spiritualität und Radikalisierung
Für den faschistischen Mann erscheinen die Moderne und ihre Errungenschaften als Bedrohung. Den Rückzug sucht er in der Natur: Männer-Erfahrung im deutschen Wald um sich abzuhärten, Konsum von unverarbeiteten Lebensmitteln, Ablehnung moderner Medizin. Parallel romantisieren rechtsradikale "Tradwives" eine essentialistische, naturverbundene Weiblichkeit.
Was Ernährung mit Faschismus zu tun hat, wieso das antimoderne Natur-Verständnis Ausdruck reaktionärer Herrschaftsfantasien und Geschlecht doch keine "natürliche" Angelegenheit ist, erklärt die Autorin Veronika Kracher anhand von Beispielen aus der Manosphere und Tradwife-Bewegung in diesem Vortrag.
Veronika Kracher ist als Autorin, Publizistin und Bildungsreferntin tätig. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Antifeminismus, Online-Radikalisierung und Rechtsextremismus. 2020 erschien ihr Buch "Incels - Geschichte, Sprache und Ideologie eines Online-Kults", 2026 das Werk "Bitch Hunt - Warum wir es lieben, Frauen zu hassen".
Die Veranstaltung wird nicht aufgezeichnet.
Die Veranstaltungsreihe ist Teil unseres Projekts KUBI - Kritische Umweltbildung: Esoterische Weltbilder und antidemokratische Tendenzen.
Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.
kostenlos
FARN – Fachstelle Radikalisierungsprävention
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